Die
alte Kirche in Bremen-Walle
Abbildung der
Kirche
- 1524 Erste Kirche "sunte Michaelis tho Walle" (Sankt
Michaelis zu Walle), ohne Turm erbaut
- 1658 Errichtung des heute noch erhaltenen polygonalen
Spätrenaissance-Turmes mit barocker Haube, zugleich als
Grabmonument für den schwedischen Hof- und Kriegsrat Ritter
Christof Ludwig Rasch(en) von Sagnitz (+1645). (Näheres
zur Geschichte des Turmes)
- 1726 Errichtung eines Saalbaues nach dem Vorbild der
Bremer St.-Pauli-Kirche
- 1942 Zerstörung des Kirchenschiffs im Zweiten
Weltkrieg (der alte Turm bleibt erhalten)
- 1952 Neubau des Kirchenschiffs (Architekt: Prof.
Schulte-Frohlinde)
Evangelische Kirchengemeinde
Bremen-Walle
Ritter-Raschen-Str. 41
D-28219 Bremen
Tel. (0421) 39 69 55
Fax (0421) 39 69 579
Spenden: Konto
Nr.102 86 87
Sparkasse in Bremen (BLZ 290 501
01)
Verwendungszweck "Orgel"
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Kleine
Orgelgeschichte Bremen-Walle
(Angaben aus der Orgeldatenbank
Berlin, hier wiedergegeben mit frdl. Genehmigung von Herrn
Professor Dr. Uwe Pape, Berlin)
- vor 1726 ist in der ersten Kirche möglicherweise
eine Orgel vorhanden gewesen. Genaueres über dieses
Instrument ist jedoch nicht bekannt.
- 1782 Kauf eines gebrauchten Positivs
(Orgelbauer: Rathmann) für 40 Reichsthaler. Umbau und
Aufstellung in der Kirche.
Disposition:
- Gedact 8'
- Octave 4'
- Octave 2'
- Quinte
- Trompete 8'
- 1802 Neubau einer Orgel von
Johann Wolfgang
Witzmann, Bremen, für 655 Reichsthaler.
Disposition:
- Grundstimmen unbekannt
- Quinte
- Sexquialtera
- Mixtur
- 2 Zungenstimmen
- um 1820 Reparatur durch Otto Biesterfeld, Bremen
- 1852 ? / 1878 Neubau einer 2-manualigen Orgel mit Pedal
von Gebrüder Peternell, Seligenthal.
Disposition: 8. 16. 8. 8. 4. 4. Mix - 8. 8. 4./ 8. - 16. 8.
Foto, vermutlich aus den 1920ern
- 1930 Neubau einer pneumatischen 2-manualigen Orgel mit
Pedal durch P. Furtwängler & Hammer, Hannover.
Disposition: 16. 8. 8. 4. 4. 2 2/3. 2. Mix - 8. 8. 8. 4. 2. Ses. -
16. 16. (16.) 8. (4.) (2 Transmissionen).
- 1942 Zerstörung des Kirchenschiffs samt Orgel im 2.
Weltkrieg.
- 1952 Neubau einer 2-manualigen
Orgel mit Pedal durch Alfred Führer, Wilhelmshaven.
- Disposition:
- Hauptwerk (HW,unteres Manual, C-g'''):
- Prinzipal 8'
- Rohrflöte 8'
- Oktave 4'
- Blockflöte 2'
- Mixtur IV-VI (rep. c, c', c'')
- Oberwerk (OW, oberes Manual, C-g'''):
- Gedackt 8'
- Prinzipal 4'
- Blockflöte 4'
- Spitzflöte 2'
- Sesquialtera 2' (rep. c)
- Scharff IV (rep. B, a, g#', g'')
- Schalmey 8'
- - Tremulant
- Pedal (Ped, C-f')
- Flötenprinzipal 8'
- Subbaß 16'
- Nachthorn 2'
- Mixtur III
- Posaune 16'
- Trompete 4'
- Koppeln: HW/Ped, OW/Ped, OW/HW
- 1960, 1964, 1971 (incl. Umbau),1988 z. T.
größere Reparaturen
- ca. 1999-2001 Neubau
einer 2-manualigen Orgel mit Pedal (Abbildung
Entwurf)
17.08.1998 Vertragsunterzeichnung
Die neue Orgel soll in rein
handwerklicher Weise nach höchsten Maßstäben gebaut
werden. Eine solche Orgel kann, höhere Gewalt außer acht
gelassen, ohne größere Reparaturen 200-300 Jahre und
länger überdauern. Beispiele dafür bieten zahlreiche
historische Orgeln in Europa.
Ergänzende Anmerkungen:
Johann Wolfgang Witzmann (*vor 1765; +
Bremen, 1810), Bremen (auch Nesse wird genannt)
Arbeiten Witzmanns:
- 1789 Loxstedt (b. Bremerhaven): Fertigstellung der Orgel
- um 1790 Burhave (b. Nordenham): Reparatur für 350
Reichsthaler
- 1790 Jever: Bewerbung um Reparatur (datiert20.04.1790)
- um 1795 Waddens: Reparatur für 60 Reichsthaler
- 1795 Beverstedt (b. Bremerhaven): kleinere Reparatur an der
Orgel, die z. T. noch Pfeifenmaterial vor Arp Schnitger (vor 1709)
und von Schnitger (1709) enthält.
- 1799 Bremen St. Pauli: kleinere Reparatur und Stimmarbeiten an
der Schnitger-Orgel (1718, Prospekt im 2. Weltkrieg
zerstört)
- 1802 Zetel: Neubau (z. T. erhalten) für 890 Reichsthaler.
Witzmann erhielt das Schulgebäude als Arbeitsstätte. Die
Arbeit Witzmanns wurde kritisiert. 1804-5 führte Hinrich Just
Müller umfangreichere Korrekturarbeiten aus.
- bis 1810 Bremen Dom (St. Petri): Jahrespflege
Witzmann war Geselle bei Georg Wilhelm Wilhelmy, Stade.
Wilhelmys einziger erhaltener, restaurierungsbedürftiger
Orgelneubau (1794/1795) steht in Altenesch bei Bremen.
(zurück zum Text).
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